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Raus aus der Abofalle der D.I.E. GmbH (Jedermann Inkasso) – vormals Ideo Labs GmbH

Auf Plattformen wie parwise.de, dateformore.de, primesingles.de, eDates.de, daily-date oder just-date.de erhoffen sich Nutzer neue Kontakte und/oder Seitensprünge. Dementsprechend (aggressiv) werden diese Angebote auch beworben. Auf dem ersten Blick erscheint alles einfach. Eine (14-tägige) Schnuppermitgliedschaft kostet ja (fast) nichts. Fast, da ein obligatorischer Euro zu zahlen ist, aber dafür wird dem Nutzer auch das Angebot des Portals zur Verfügung gestellt. Klingt doch fair, oder? Mitnichten, denn mit diesem einfachen „Trick“ kommen die Anbieter an die begehrten Zahlungsinformationen der Nutzer.

Erfolgreich konnten u.a. Forderungen der D.I.E GmbH / Ideo Labs GmbH / Frontline GmbH zurückgewiesen werden

Nach Ablauf der 14 Tage wandeln sich die scheinbar risikofreien Mitgliedschaften schließlich in langfristige kostenpflichtige Mitgliedschaften um. Die Nutzer sehen sich plötzlich Forderungen von mehreren Hundert Euro gegenüber. Ordnungsgemäße Kündigungen oder Widerrufserklärungen werden den Nutzern hingegen erheblich erschwert oder gar nicht erst akzeptiert. Anstelle des erhofften Seitensprungs hat dann die Abofalle zugeschnappt. Rechnungen und Schreiben von Inkassounternehmen sind die Folge.

Forderungen in keinem Fall bezahlen

Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren. Die Anbieter setzen natürlich darauf, dass die Angst und Scham vor dem Auffliegen einer vermeintlichen Affäre oder überhaupt die Nutzung der Portale die Betroffenen zum Zahlen bewegen. Dennoch gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Wer die geforderten Beiträge ganz oder zum Teil bezahlt, hat schon verloren. Stattdessen sollten die Nutzer selbst in die Offensive gehen. Die Betreiber dieser Portale (zum Beispiel: Ideo Labs GmbH, Frontline Digital GmbH oder Be Beauty GmbH) stehen nämlich rechtlich auf dem Glatteis. Zwar werden über Wochen und Monate die vermeintlichen Mitgliedschaftsbeiträge gefordert, hiervon gilt es sich jedoch nicht beeindrucken zu lassen.

Tipps & Tricks

Du kannst die ersten Schritte direkt selbst in die Hand nehmen. Zunächst solltest Du die Einzugsermächtigung widerrufen und eventuell bereits abgebuchte Beträge schnellstmöglich durch die Bank zurückbuchen lassen. Am sichersten ist der Versand eines eingeschriebenen Briefes an die entsprechende im Impressum angegebene Adresse. Erkläre in diesem Schreiben außerdem den Widerruf sowie die Anfechtung (wegen Täuschung). Beschreibe, weshalb Du Deiner Meinung nach mit den jetzt vermeintlich entstandenen Gebühren getäuscht wurdest. Auf die juristisch korrekte Formulierung kommt es dabei gar nicht an. Vergiss nur nicht, Daten (Benutzernummer/-ID; Benutzername; E-Mail-Adresse etc.) vollständig und korrekt anzugeben und eine 14-tägige Frist zu setzen.

Wir helfen Dir

Sollten die Betreiber auf Ihr Schreiben hin nicht oder nicht wie gewünscht reagieren, hilft oftmals nur noch die Einschaltung spezialisierter Anwälte im Verbraucherrecht.

Unsere Partnerkanzleien konnten entsprechende Forderungen schon in über tausend Fälle erfolgreich abwehren. Im Ergebnis erhalten sie dann zum Beispiel folgende Nachricht:

„hiermit teilen wir Ihnen mit, dass wir das Vertragsverhältnis Ihres Mandanten auf Kulanzbasis ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht beendet haben und keine Forderungen mehr geltend machen.
Viele Grüße
Ihr Daily-Date-Team“


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