Urlaub im Arbeitsrecht

Unseren Partner-Spezialisten im Arbeitsrecht wird oft die Frage gestellt, ob jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Urlaubsanspruch hat. Die Antwort darauf gibt § 1 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz), wonach jeder, der einer Beschäftigung nachgeht, einen Urlaubsanspruch hat.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Vollzeitstelle, eine Teilzeitbeschäftigung, einen Ferienjob, einen Minijob oder um ein Praktikum handelt, wobei ein Pflichtpraktikum ausgenommen ist. Nach dem Mindesturlaubsgesetz haben Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Allerdings beziehen sich diese 24 Urlaubstage auf die Werktage, also einschließlich Samstag. Es gibt eine einfache Formal, nach der die Mindestanzahl der Urlaubstage berechnet werden kann. Dazu wird die durchschnittliche Anzahl der Arbeitstage pro Woche mit vier multipliziert. Arbeitest Du 5 Tage in der Woche, hast du einen Urlaubsanspruch von mindestens 20 Tagen. Abhängig vom Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag können ältere Arbeitnehmer einen höheren Urlaubsanspruch haben.

Schon gewusst, endet das Arbeitsverhältnisses nach dem 1. Juli, besteht ein Urlaubs-Anspruch in Höhe des gesamten Jahresurlaubs. Erfolgt die Beendigung in der ersten Jahreshälfte, besteht für jeden Monat ein Urlaubsanspruch von jeweils einem Zwölftel. 

  • Urlaubsanspruch – Regel Nr. 1: Jeder, der einer Beschäftigung nachgeht, hat einen Urlaubsanspruch.
  • Urlaubsanspruch – Regel Nr. 2: Arbeitnehmer haben einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr, wobei das Gesetz von sechs Werktagen pro Arbeitswoche ausgeht.
  • Urlaubsanspruch – Regel Nr. 3: Es gibt eine Formel, nach der der Mindest-Urlaubsanspruch berechnet werden kann. Dazu wird die Anzahl der Arbeitstage pro Woche mit vier multipliziert.
  • Urlaubsanspruch – Regel Nr. 4: Wird ein Arbeitsverhältnis nach dem 1. Juli beendet, hat der Arbeitnehmer den vollen Urlaubsanspruch eines Jahres. 

Noch Fragen?